Herausforderungen
René Höpfner führt die Baufinanzierung Höpfner in zweiter Generation. Das Unternehmen finanziert Kauf, Neubau und Modernisierung von Immobilien, im Ruhrgebiet und überregional. Neue Kunden kommen über eingekaufte Leads, Empfehlungen und ein Netzwerk von Maklern.
Das Geschäft schwankte zwischen Grundrauschen und Überlastung. Stellt ein Makler ein gutes Objekt online, kommen 20 bis 80 Anfragen von Kaufinteressenten. Waren zwei Objekte in derselben Woche online, hatte das Team plötzlich 100 Anfragen zusätzlich zu den eingekauften Leads. Im Schnitt teilten sich vier Leute rund 150 Leads pro Woche.
Wer in der ersten Woche nicht erreicht wurde, ging in der zweiten und dritten Woche oft unter. Manche Interessenten hörten erst nach drei, vier Tagen von Höpfner. „Das wollten wir einfach gar nicht als Ersteindruck haben.“ Auch die Makler im Netzwerk bekamen die Überlastung mit.
Mit KI im Kundenservice hatte René schlechte Erfahrungen gemacht, auch bei sehr großen Unternehmen. Diese Systeme hatten gefühlt fünf einprogrammierte Antworten. Deshalb ließ er sich mit der Entscheidung lange Zeit.
Ergebnisse
Termine ab dem ersten Tag
Die KI-Vertriebsmitarbeiterin heißt bei Höpfner Sophie. Sie schickt Interessenten den Kalender, die Kunden buchen selbst einen passenden Termin. René bekommt nur noch eine Mail und arbeitet an seinem aktuellen Fall weiter. Das Hin und Her um Terminvorschläge ist vorbei.
Mehr eingereichte Finanzierungen
Im ersten Monat reichte das Team 20 % mehr Finanzierungen bei Banken ein, im zweiten Monat ging es in Richtung 40 % mehr. Das Mehrgeschäft, das René sich für das ganze Jahr vorgenommen hatte, war nach zwei Monaten erreicht.
Weniger Telefonate, mehr Beratung
Früher hatte René Tage mit drei, vier Stunden Akquise am Telefon. Heute bleibt vielleicht eine halbe bis eine Stunde, wenn Sophie nicht weiterkommt und um Unterstützung bittet. „Das hat uns echt ein Stück weit auch befreit.“ Die Zeit fließt in Finanzierungskonzepte und Beratung.
Alte Leads wieder im Gespräch
Gemeinsam mit simpli.bot entstand ein zweiter Ablauf: Sophie schreibt ältere Leads aus den vergangenen Jahren an, die damals noch keine Immobilie gekauft hatten. Diese Liste per Telefon abzuarbeiten, hätte neben dem Tagesgeschäft niemand geschafft.
Ein Ton, der zu den Kunden passt
Eine Interessentin wunderte sich, warum sie eine Nachricht bekam, obwohl sie ihre Anfrage abgebrochen hatte. Sophie bedrängte sie nicht und bot ihr Zeit an, alles in Ruhe mit ihrem Freund zu besprechen. Ein paar Stunden später meldete sich die Kundin von selbst. „Ich hatte da wirklich mal einen Chat, wo ich dachte: Hätte ich nicht besser hingekriegt.“
Fazit
Im Team ist die Hektik raus. Die Berater haben wieder Zeit, gemeinsam an schwierigen Finanzierungen zu arbeiten. Das Geschäft wächst so deutlich, dass René inzwischen über eine Assistenz für die Abwicklung nachdenkt.